
Video der Generationen - Worauf kommt’s an?
Infos & Tipps
Von Jan Schmolling, Wettbewerbsleiter
Warum dieser Wettbewerb?
Junge und ältere Menschen haben sich viel zu sagen.
Erst recht, wenn sie etwas zusammen machen. Zum Beispiel, wenn sie gemeinsam einen Film drehen oder sich auf dem Festival kennenlernen und über ihre Filme sprechen.
Ältere Menschen sind für ihre Anliegen und Interessen die besten Experten.
Video der Generationen bietet ein einzigartiges Forum, um persönliche Anliegen und Sichtweisen zu thematisieren.
Dialog und Erfahrungsaustausch
Sie suchen Videomacher in Ihrer Nähe? Dann schauen Sie doch mal im Bereich "Gewinner", wer welchen Film gedreht hat und woher er kommt. Wir vermitteln Ihnen gerne den Kontakt:
oder 02191-794238
Der Wettbewerb wirkt...
....würde man in der Werbung sagen. Auf dem Festival von Video der Generationen profitieren sowohl Jugendliche als auch ältere Videomacher von den Gesprächen und Erlebnissen. Was dazu führt, dass die Atmosphäre nicht so abgehoben ist, wie bei so manchem Studenten-Wettbewerb. Und nicht so „vereinsmäßig“, wie schon mal auf Senioren-Film-Veranstaltungen.
Wer offen für neue Erlebnisse ist, liegt bei Video der Generationen genau richtig. Hier erlebt man viel Neues und Inspirierendes, was ganz klar auch an der Altersmischung liegt.
Die Team-Frage
Im privaten Bereich entstehen die "Teams" vielfach direkt in der Familie. Die Zusammenarbeit zwischen den Enkelkindern und Großeltern ist beinahe schon klassisch, aber immer wieder interessant.
Aber immer mehr Medienzentren und andere Einrichtungen entdecken die Bedeutung des Dialogs zwischen jungen und älteren Menschen. Hier gibt es Kooperationen zwischen Kindergärten oder Schulen und Altenheimen, um ein bestimmtes Thema zu bearbeiten.
Vielfach suchen sich auch Filmstudenten die passenden Charakterdarsteller, um z.B. den Alltag von alten Menschen zu zeigen.
Worauf kommts an?
Wir geben ganz bewusst keine inhaltliche Vorgaben und machen keine Einschränkungen. Selbst Reisevideos, die oftmals nur für einen rein privaten Zweck gedreht werden, können für ein Forum wie Video der Generationen interessant sein. Vor allem dann, wenn sie die eigene Sichtweise vermitteln.
Denn: Bei Video der Generationen stehen die persönlichen Ansichten der Medienmacher im Vordergrund. Der Spaß, das Engagement und die Bereitschaft, Lebenserfahrungen per Video zum Ausdruck zu bringen.
Gefragt sind Video-Statements zu allen gesellschaftlichen Themen. Es gibt keine Tabus: Krankheit, Tod oder Trauer gehören ebenso dazu, wie Freude, Liebe oder Sexualität.
Und: Ganz egal ob Spielfilm oder Dokumentation, Zeichentrick oder Knetanimation:
Alle Filme sind willkommen bei Video der Generationen.
Kommt es auf technische Perfektion an?
Ganz klar: Nein.
Es geht um die Geschichten, die erzählt werden. Ältere Menschen haben schon Vieles erlebt und es ist wunderbar und wichtig, die Erlebnisse weiterleben zu lassen. Erinnerungen an die Kriegs- und Nachkriegszeit, an die Zeit des Wirtschaftswunders oder der 68er-Bewegung in Westdeutschland. Oder an den Alltag im real existierenden Sozialismus der DDR, den Mauerbau, die Wende. Auch hier sind die persönlichsten Erlebnisse am wertvollsten.
Tipps für die Praxis
In der Kürze liegt die Würze
Die Länge eines Films ist nicht entscheidend für seine Qualität. Das Motto: Je länger, desto besser erweist sich zumeist als Trugschluss. Viele gute Filme können ihre Qualität nicht über eine lange Zeit halten und verlieren damit ihre Chancen. Was die Jury immer absolut schade findet.
Das kürzeste prämierte Video war gerade mal eine knappe Minute „lang“. Es gab allerdings auch super gemachte Filme mit einer Stunde Laufzeit.
Der Ton macht die Musik
Ein guter Sound, passend eingesetzt, macht aus guten Bildern einen sehr guten Film. Doch nicht alle Bilder brauchen Musik. Manchmal erdrücken seelenlose, wenn auch GEMA-freie Töne den Film. Man sollte wirklich kritisch „prüfen“, welche und wie viel Musik der Film braucht. Oder statt eines Musikteppichs interessante Geräusche, Atmos und Off-Töne einsetzen.
Und: Man kann sich mit Musikern zusammentun. Das kann erstmal aufwändig sein, aber das Ergebnis, eine Filmmusik, die dann wirklich passt, ist der schöne Lohn.
Die Team-Arbeit
Film ist meistens Teamwork. Auch Steven Spielberg macht nicht alles allein. Es kann nützlich sein, sich Partner zu suchen, mit denen man ein Filmvorhaben realisiert. Sozusagen ein starkes Team für einen starken Film. Dieses Team kann auch aus jungen und älteren Mitgliedern bestehen. Diese Art von Teamwork ist bei Video der Generationen natürlich besonders gefragt. Ob Kinder und Jugendliche vor der Kamera und die älteren Leute dahinter oder das Ganze genau umgekehrt oder alles bunt gemischt. Ganz egal ob Familien, Schulklassen und Altenheime, Nachbarn, Pfadfinder oder Gesangsvereine – die Gemeinschaftsarbeit von jungen und älteren Filmemachern macht das spannende Projekt.
Aber, damit keine Missverständnisse aufkommen:
Die Filme von „Alleinproduzenten“ sind bei Video der Generationen ebenso gefragt. Einen „Gruppenzwang“ gibt es nicht...
Die "Kontakt -Hotline"
Man hat eine richtig gute Geschichte zu erzählen, aber noch keine Erfahrung mit Video. Oder eine Jugendvideogruppe sucht einen alten Darsteller... was dann?
Man kann sich beim KJF melden. Wir können vielleicht nicht immer direkt helfen, aber wir versuchen auf jeden Fall einen Kontakt zu „videoaktiven Gruppen“ oder zu Einzelpersonen herzustellen. Anfragen per E-Mail
oder telefonisch: 02191-794238.
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